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14.2.2008 von Heike - www.frausein.de.
Na das nenne ich mal eine gute Idee. Gestern Abend im Treffen haben einige meiner Teilnehmer eine sehr schöne Belohnungsstrategie vorgestellt. Sie haben ein Sparschwein, und für jedes abgenommene Kilo kommt dort etwas hinein. Eine Teilnehmerin erklärte von ihren Schwierigkeiten, immer zu essen um sich zu belohnen. Auch sie möchte ausprobieren, Alternativen zu finden, und bei Erfolg etwas ins Sparschwein zu tun. Und wenn das Schwein voll ist, die Teilnehmerin schlank, gönnt sie sich von dem gesparten Geld ein Wellnesswochenende oder etwas Schönes zum Anziehen. Werde heute mal mein Sparschwein hervorkramen. Hätte ich allerdings schon eins, und wäre da schon etwas drin, dann müsste ich mir für meinen Ausrutscher gestern Abend (den ich sehr wohl sehr genau wahrgenommen habe) einen ganz schönen Batzen Geld wieder herausnehmen. Frisch gebackenes Weißbrot sollte einfach nicht in der Küche herumliegen, wenn die Mutter hungrig abends nach Hause kommt, und keine Lust mehr auf Salat Schnibbeln hat. Außerdem hatte der Kühlschrank nicht mal viel an Salat herzugeben, und auch der Obstvorrat könnte mal wieder aufgefüllt werden. Ein Blankoapfel reißt mich nicht vom Hocker, und wenn ich dann zwischen Apfel und frischem Weißbrot entscheiden muss, tja, dann verliert der Apfel.
Heute Morgen bin ich mit Claudia zum Frühstücken im Café Mayers verabredet, danach wird leicht eingekauft. So wie das Wetter aussieht, gibt es heute wieder Sonnenschein, vielleicht habe ich ja noch Lust zum Laufen.
Habe momentan das Gefühl, dass die Tage vergehen und die Zeit davonrennt. Wir leben oft nur von Termin zu Termin, freuen uns, wenn wir ungeliebte Aufgaben erledigt haben, um dann vor der nächsten Herausforderung zu sitzen. Ich möchte gerne jeden „Augenblick“ genießen, jeden Moment, auch mein Leben mit den unliebsamen Dingen, die erledigt werden müssen. Liegt nicht darin auch die Zufriedenheit eines Menschen? Ich könnte eigentlich den ganzen lieben Tag lang jammern, weil ich immer so viel zu tun habe, weil die Wäscheberge nie kleiner werden, weil das Haus nie ganz sauber wird, weil es im Garten immer etwas zu tun gibt, weil es immer irgendwelche Probleme mit den Kindern gibt, weil, sobald ich die U-Steuer-Voranmeldung abgeben habe, der Termin für die nächste Abgabe vor der Tür steht…….. Aber ich möchte gerne das Leben lieben lernen, eben auch mit all seinen Herausforderungen. Ich möchte nicht nur glücklich sein in dem kleinen Augenblick, wo scheinbar alles rund läuft. Ich möchte gerne auch im Stress, auch in der Herausforderung die Zufriedenheit finden. Ein nicht zu erreichendes Ziel? Mag sein, aber auch nicht so hochgesteckt, dass man es nicht wenigstens versuchen könnte. Jesus hat gesagt: „Kommt her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken.“ Na also, was heißt denn erquicken? „Sich schadlos halten, entschädigen“ Jesus will uns schadlos halten, uns entschädigen für die Mühe, die wir haben. Natürlich haben wir alle Mühen und Sorgen, und damit dürfen wir zu Gott kommen, er wird uns entschädigen. Wie lieb ist das denn? Entschädigen für die viele Arbeit, die wir haben, entschädigen, für die Sorgen, die wir uns um unsere Kinder machen, entschädigen, für Verletzungen, die wir aushalten mussten, entschädigen für das, was wir uns selbst antun. Es ist eigentlich so einfach, man muss nur mal eben die Bibel in die Hand nehmen, einen Augenblick inne halten, Augen schließen und mit Gott sprechen, und schon kommt die Zufriedenheit ins eigene Herz, man steht auf, und könnte die Flügel schwingen wie ein Adler. Ein bisschen fliegen lernen, nennt Beate es. Also fliege ich jetzt mal eben schnell unter die Dusche, stelle mich der Herausforderung des Tages (Haare mit der neuen Frisur fönen) und fliege ins Café Meyer, erquicke mich an dem reichhaltigen Frühstück und genieße den Augenblick.
hm
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