Archive für 21.2.2008

außerplanmäßig

Donnerstags ist ja sozusagen mein „freier Tag“. Nicht wirklich frei, aber doch so, dass ich, wenn ich wollte, irgendetwas für mich tun kann. Meistens sitze ich den ganzen Vormittag an meiner Weight Watchers Abrechnung. Man glaubt nicht, was das für ein administrativer Aufwand ist. Und ich bin immer ganz froh, wenn das erledigt ist. Aber jeden Donnerstag darf ich ausschlafen. Vlado steht um 6.00 Uhr mit den Kindern auf, und ich bleibe einfach liegen, bis ich wach werde. Das ist mal um 7.00 Uhr mal um 8.30 Uhr. Luxus, den sicherlich nicht jede Frau hat, und ich bin sehr dankbar dafür. Heute Morgen beim Aufwachen stand mein Entschluss fest. Ich gehe außerplanmäßig laufen. Die Stöcke geschnappt habe ich mir nicht nur 4 Points dazuverdient, sondern auch meinen Gedanken freien Lauf gelassen. Und ich stelle immer wieder fest, dass ich die besten Ideen eben beim Laufen habe. Natürlich kreisen die Gedanken um das neue Buch, Ideen werden an der frischen Luft gesammelt, und zu Hause sofort in den Rechner getippt. Aber auch ansonsten haben wir in den letzten beiden Wochen sehr viel Neues, worum meine Gedanken kreisen. Wichtige Entscheidungen müssen getroffen werden, Herausforderungen liegen vor uns.

Und gerade in solchen Situationen, wenn der Alltag eben nicht nur Alltag ist, bin ich am meisten herausgefordert im Plan zu bleiben. Ich neige dazu, in stressigen Situationen zu essen. Ich kompensiere Druck mit Nahrung. So brauche ich gerade für die kommenden Wochen einen guten Plan, um mein Ziel zu erreichen. „Im Voraus Planen“, hilft mir dabei meistens den Rahmen zu finden und nicht auszubrechen. Außerdem hilft mir die Ablenkung. Abends habe ich mir angewöhnt, wenn sonst nichts ansteht, zu stricken. Meine Strickjacke ist so gut wie fertig und mein Mann meinte: „Warum kaufst du dir nicht eine ordentliche Jacke, die sähe viel besser aus als das, was du da fabriziert hast.“  „DANKE“

Ich: Ich stricke nicht, weil ich eine Strickjacke brauche, oder ein paar Socken. Dann kauf ich mir welche. Stricken ist für mich Therapie. Wenn ich stricke, esse ich nicht.

Er: AHA, na dann strick mal weiter.

Bücher schreiben gehört auch zur Therapie, denn auch dabei esse ich nicht.

hm

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