und plötzlich wird alles andere unwichtig

Man weiß nie wann es passiert, aber es kann immer Jeden treffen. Von einem auf den anderen Moment kann unser Leben vorbei sein. Und was kommt dann? Bin ich mir dann sicher, vor meinem Schöpfer zu stehen? Auf welches Fundament habe ich mein Leben gesetzt? Selbst ich als Christ muss mich das immer wieder fragen, muss immer wieder meine Prioritäten neu setzen, immer wieder neu die Golfbälle (die Leser unseres Buches wissen was ich meine) ordnen. Als bekennende Christin weiß ich: Durch Jesus bin ich gerettet, weiß ich, dass ich mein Leben in der Ewigkeit mit IHM verbringen darf. Angst vor dem Tod habe ich daher nicht. Und dennoch, es erschreckt mich, wenn ich merke, wie schnell etwas passieren kann. Und dann denke ich an die, die Jesus nicht kennen, die dann keine Entscheidung mehr treffen können. Das zerreißt mir fast das Herz, es schmerzt mich, wenn ich weiß, dass mir nahe stehende Menschen diese Entscheidung ablehnen, dass sie Angst haben, irgendetwas zu verpassen im Leben, oder einfach nur aus Gedankenlosigkeit oder Oberflächlichkeit eine Beziehung mit Jesus nicht zulassen. Warum beschäftigt mich das nun gerade jetzt?

Es ist gut gegangen, aber es hätte auch Schlimmeres passieren können. Heute Morgen erzählt mir Manuel, dass er wieder mit Timmi, seinem Freund mit dem Motorrad zur Schule fährt. Mir ist nie wohl bei dem Gedanken, aber heute war es irgendwie besonders schlimm. Ich lächele meinen Jungen an, und beteuere ihm meine Liebe, denke irgendwie, es könnte vielleicht das letzte mal sein, ihm das zu sagen. Und bitte ihn: „Manuel, sag Timmi, er soll vorsichtig fahren.“ „Ja, ja Mama.“ Ein kleines Stoßgebet geht von mir zum Himmel.

4 Std. später stehe ich ahnungslos im Teeladen. Eine Weight Watchers Teilnehmerin kommt leichenblass herein: „Frau Malisic, haben sie schon gehört was mit Ihrem Bub passiert ist. Er hatte einen Unfall, mit dem Motorrad, ich habe die beiden angefahren.“ Und unter Tränen erzählt sie mir die Geschichte. Manuel ist wieder zu Hause, er war im Krankenhaus, ein paar Schürfwunden, der Schock, und das Knie, was eh schon nicht so ganz in Ordnung ist, hat es wieder abbekommen.

Er lebt, das ist das Wichtigste, und dann konnte ich mir Zeit nehmen für die arme Frau. Ich hab sie getröstet, und irgendwann für sie gebetet. Das ist wohl einer der größten Albträume, die ich auch selbst habe: ein Kind anzufahren.

Hab dann gleich zu Hause angerufen, in der Mittagspause Leckereien für mein verletztes Kind gekauft und ihn heute so richtig verwöhnt, mit Kuchen backen und so.

Morgen bleibt er noch zu Hause, in zwei Wochen ist eine Kernspintomographie. Das Wichtigste ist: er lebt, aber man denkt doch wieder darüber nach, was wäre wenn. Ein paar Stundenkilometer schneller, ein Bruchteil einer Sekunde……….. Ich könnte Gott nun anklagen, warum hast du nicht aufgepasst. Aber, Unfälle passieren, und ich bin IHM dankbar, dass es den beiden Jungs gut geht, dass nichts Schlimmeres passiert ist.

hm

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