Ein traumhaftes Wochenende liegt hinter mir. Ohne schlechtes Gewissen durfte ich am Freitag fast 6 Stunden am Stück lesen. Normalerweise hätte ich im Teeladen arbeiten müssen, hätte ich das nicht gemacht, wäre die Wäsche dran gewesen, oder das Betten Beziehen. Irgendetwas an Pflichten wäre mir sicherlich eingefallen. Und stattdessen, fuhr ich entspannt um 12.45 Richtung Bahnhof, setzte mich in meinen Zug mit Platzreservierung, brauchte nur einmal umzusteigen, und bis 19.00 Uhr hatte ich nichts weiteres zu tun als mein Buch zu lesen. Vom Bahnhof in Münster wurde ich dann von der Frau des Pastors abgeholt, bekam ein leckeres Abendessen serviert, habe mich noch netter unterhalten und durfte einige Einblicke in das Leben dieser Familie und Gemeinde bekommen. Anschließend hatte ich ein Gästezimmer mit eigenem Bad für mich ganz alleine. Luxus pur, völlig unerwartete Wellness. Die Frauenkonferenz war sehr gesegnet, von Anfang bis zum Ende. Die Frauen hatten alles sehr, sehr liebevoll vorbereitet, der Saal war voll, und wie sehr habe ich mich gefreut, bekannte Frauen aus Schüttdorf und Bramsche zu sehen. Sie kannten mich vom Frauentag im September, und sind mit ein paar Autos die weite Strecke gefahren. Am Ende der Veranstaltung musste ich mich fragen, wer ist mehr gesegnet worden, die Frauen dort, oder ich, durch die Ermutigung, die ich bekam. Alles irgendwie auch zur rechten Zeit. Gott weiß doch immer ganz genau wann wir was wann brauchen.
Dieses Wochenende werde ich noch lange in positiver Erinnerung halten, mit all den wundervollen Frauen, die ich kennen lernen durfte.
Aber genauso habe ich mich gefreut wieder zu Hause zu sein. Die Jungs haben die Ferien dazu genutzt so richtig ausgiebig am Computer zu zocken, und wir haben sie dieses mal sogar gelassen. Und ich habe meinen Ohren nicht getraut, dass Manuel und Jonathan ihre Rechner abgebaut haben, und sich vornehmen, bis September nicht mehr zu spielen. Wow, das war mir sogar eine Wette wert. Mit Joana gehe ich morgen ins Kino, hatte ich versprochen. Als ich gestern Abend ins Bett gehen wollte, sehe ich unter meiner Bettdecke ein gemaltes Bild mit zwei Mädchen, die nebeneinander auf einer großen Blumenwiese stehen. Und auf ihren Köpfen sitzen Kronen, eben Prinzessinnen. Darüber steht Joana und Mama. Innen drinnen sind ganz viele Herzen, und ganz, ganz oben, ein paar Kinosessel. Sie freut sich tatsächlich, und mir ging mal wieder mein Mutterherz auf.
hm