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9.5.2008 von Heike - www.frausein.de.
Einer meiner negativsten Eigenschaften ist das permanente Erfüllen von Pflichten. „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.“ So sind wir groß geworden, das haben unsere Eltern uns gepredigt, das predige ich jetzt unseren Kindern. Und vergesse dabei das Vergnügen. Doch schon seit einiger Zeit bin ich am Wenden. Nicht um 180 Grad, dafür bin ich zu sehr I-Typ (ja ich hab gerade schon Beates blog gelesen), aber so um 90 Grad. Ich entdecke nämlich gerade für mich, dass es immerzu Arbeit gibt, immer und immer und immer. Und wenn gerade wir Frauen nicht aufpassen, dann ist da gar kein Vergnügen mehr da. Also lasse ich mal 5 Gerade sein, entspanne, lese, surfe im Internet, jogge, mache auch mal gar nichts. Die Fenster werden dabei nicht sauber, die Wäsche nicht gewaschen, die Böden nicht geputzt. Aber es geht mir viel besser und vor allen Dingen, meckere ich viel weniger. Während ich sonst immer super genervt war, wenn ich am Arbeiten war und der Rest der Familie nichts tat (dann sind wir Frauen ja eh immer super fleißig, saugen mit Elan unter hochgehobenen Beinen der Männer und Kinder und versuchen Mitleid zu erregen, verbreiten Hektik, schlechte Laune und unsere Mundwinkel hängen fast in den Kniekehlen), nehme ich mir seit Wochen immer nur ein bestimmtes Pensum vor. Wenn ich das geschafft habe reicht es für den Tag. Was nicht gemacht ist, Pech. Interessanterweise ist das Haus nicht weniger aufgeräumt! Wie das kommt? Keine Ahnung!!!
Die Idee mit dem Keller renovieren kam von Manuel. Und während ich hier ganz entspannt am Notebook sitze, sind da unten Vlado, Manuel und Jonathan am Arbeiten, und mich stört das gerade gar nicht.
hm
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9.5.2008 von Heike - www.frausein.de.
Bei dem schönen Wetter geht einem irgendwie alles leichter von der Hand. Der Haushalt, die Wäsche, das Kochen, die Buchführung…… und nachmittags waren wir dann noch im Schwimmbad. Joana liebt das, und ich nötige schon auch immer mal zum Schwimmen. Aber sie macht so ein Theater. Schon vor zwei Jahren hat sie für teures Geld zwei Schwimmkurse hintereinander absolviert. Mit dem Ergebnis, dass sie mit Ach und Krach ihr Seepferdchen geschafft hat. Letztes Jahr wollte ich schon, dass sie schwimmen übt, um Bronze abzulegen. Vorher hab ich gar keine Ruhe. Aber blöderweise überträgt sich meine Angst auf sie. Sie hat einfach zu viel Panik. Dabei könnte sie, wenn sie will. Wenn ich sie mit ins Tiefe nehme und loslasse, schafft sie es immer bis zum Rand. Ich bin mir sicher, sie würde es auch weiter schaffen. Aber sie schiebt dann so eine Panik und das ertrag ich dann auch wieder nicht. Die Schwimmkurse im Freibad sind voll, also werden wir dieses Jahr in den sauren Apfel beißen und ihr ein paar Privatstunden geben lassen. Gestern zwei Stunden im Freibad waren meine Blicke immer nur auf sie gerichtet. Und wehe man ist nur eine Sekunde abgelenkt, dann ist sie weg. Und vor lauter Köpfen sieht man sein Kind nicht mehr, und ich krieg die Panik. Daher muss sie jetzt immer einen super auffälligen Zopf tragen. Mag sie nicht, ist mir egal: „Der Zopf wird getragen, damit ich dich schneller erkenne. Wenn du Bronze ablegst, darf der Zopf wegbleiben.“
Heute freuen wir uns alle mal wieder auf die Ferien. Manuel hat vor, den Keller zu renovieren. Ich bin der Meinung der Anbau wäre wichtiger. Auch der Pool ist noch nicht ganz sauber. Schade, das Wetter wäre jetzt am Wochenende zu schön. Aber die Saisonkarten der Kinder haben auch Nachteile. Das Füllen des Pools ist dieses Jahr nicht so wichtig.
hm
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