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12.6.2008 von Heike - www.frausein.de.
Hatte ich gedacht, meinem Mann wäre eine originelle Einladungskarte nicht wichtig? Und dann habe ich bei dem Erstellen des kleinen Meisterwerks in mich hineingelacht in dem Wissen, dass er so stolz auf mich sein wird. Und tatsächlich, mittags kam er vom Teeladen nach Hause und nach einem Blick auf mein Kunstwerk fiel ihm die Kinnlade runter. Die ein oder andere Veränderung haben wir noch vorgenommen, so ganz den Durchblick hatte ich dann doch nicht in dem Programm, aber das, was ich morgen an die geladenen Gäste verschicke kann sich sehen lassen. Und selbst Manuel schob die Unterlippe vor: „Respekt Mama.“ So freue ich mich, dass der Ball ins Rollen gekommen ist, jetzt kann der Geburtstag vorbereitet werden.
Manuel hatte heute seinen ersten Praktikumstag in der Apotheke, und es gefällt ihm sehr gut. „Genau der richtige Beruf für mich.“ Na, da sind wir doch froh, dass auch unser Kind etwas gefunden hat. Das ist sein 6. Praktikum. Im September geht die Ausbildung los, und wir sind ganz erleichtert, dass zumindest der Erste was gefunden hat. Die erste gute Prüfungsnachricht bekam er gestern auch schon. In Deutsch muss er nicht in die mündliche Prüfung, seine schriftliche Arbeit war gut genug.
Kurz vor 18.00 Uhr war ich heute mit Joana noch unterwegs, wir haben uns ziemlich beeilt noch vor dem Anpfiff zu Hause zu sein, und auch sonst beeilten sich alle Autos mit schwingenden Fahnen zu einem Fernseher zu kommen. Da sagt Joana plötzlich: „Mama, ich glaube hier sind die meisten für Deutschland.“
Nachdem ich für eins meiner Weight Watchers Treffen leckere Käsestangen mit wenig Points gebacken hatte, musste ich den Kindern versprechen, diese nochmals zu backen. Also versprach ich, zum Fußballspiel am Donnerstag stehen sie auf dem Tisch. Das Spiel war noch nicht aus, und die Käsestangen waren weg. Und auch ich hatte mir meine eingeplant und jetzt reicht’s. Genau dieses Thema hatten wir am Mittwoch im Treffen. Man hat gute Tage, da ist man diszipliniert und schlechte Tage. Eine meiner Teilnehmerinnen hat das ziemlich deutlich erklärt. Mit ihrer Genehmigung darf ich das hier wortwörtlich weitergeben:
Es gibt Tage, da “schwebe” ich sozusagen mindestens 10 cm über dem Sofa und
schaue den Leuten zu, wie die sich Chips und Flips reinstopfen und fühle
mich gut und ihnen überlegen, weil ich das nicht brauche und ganz zufrieden
meinen Pfefferminztee schlürfe. Das sind die guten Tage.
Dann gibt es Tage, an denen ich mit meinem fetten Arsch fest auf dem Sofa
sitze und wie die Leuten auch alles in mich reinstopfe - egal was es ist.
Das sind dann die schlechten Tage.
Danach war es sehr schwer noch ernst zu bleiben, aber genau so ist es. Ich schlurfe jetzt Apfeltee, schreib an meinem Buch und geh dann ins Bett, guter Tag
hm
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