Natürlich hatte ich gestern früh nicht mehr viel Zeit das Haus aufzuräumen, nicht nur der Termin beim Bürgermeister stand an, sondern mein Mann meinte im Vorbeigehen dann noch: „Ach kannst du mir mal eben noch ein Schreiben aufsetzen…….“ Eben für diesen Bürgermeister. Und so etwas saug ich mir dann auch nicht mal eben aus den Fingern. Also nichts mit oberflächlicher Reinlichkeit es blieb tatsächlich alles liegen. Jonathan und Manuel saßen beide am Computer und ich traute mich dennoch ganz leise zu fragen, ob sie eventuell mal saugen könnten. Hab ihnen erzählt, dass ich echt Stress hab, aber so eine richtige eindeutige Antwort bekam ich von den beiden Pubertierenden nicht. Ich also los, und knapp zwei Stunden später traute ich meinen Augen nicht. In Erwartung den Haushalt jetzt mal eben im Akkord zu schmeißen und irgendetwas Leckeres zu kochen brauchte ich wirklich nur zu kochen. Es war nicht nur gesaugt, das Wohnzimmer und die Küche waren aufgeräumt und auf der Suche nach meinen Jungs fand ich Manuel im Schlafzimmer wie er Papiere sortierte und Jonathan wie er das Bad putzte. Wenn ein 13-jähriger und ein 17-jähriger ihren Computer ausschalten um freiwillig das Haus zu putzen, dann nenn ich das Wunder. Da steht man dann als 42jährige Mutter im Türrahmen und heult.
Mittagessen war lecker, der Besuch super nett, nachmittags im Teeladen hab ich mir auf Anraten einer Freundin eine „Noch vor dem Geburtstag zu erledigen Liste“ angefertigt und als ich nach Hause kam erwartete mich die zweite Überraschung. Steven hatte in Joanas Abwesenheit deren komplettes Zimmer aufgeräumt. Und zu guter letzt bringt mir eine Freundin der Gemeinde noch eine Schüssel voller süßester Kirschen mit. Ich werde mich hüten diese beim Essen abzuzählen.
Der Beginn des Gemeindesemiars war klasse und eine Bereicherung in jeder Hinsicht.
Fazit: Da denkt man, man hätte Superstress, und dann geschehen an einem Tag so viele kleine Wunder und man wird nur beschenkt.
Heute Morgen stehe ich ausnahmsweise wieder im Laden weil Vlado noch die Außenfassade für den Anbau vor dem Urlaub fertig stellen will, und hat Unterstützung von einem Freud der Gemeinde.
hm