Allen Warnungen entgegen sind Vlado, Joana und ich gestern zum verkaufsoffenen Sonntag nach Offenburg gefahren. Es war wie erwartet: megavoll. Dennoch ließen wir es uns gut gehen. Ganz entspannt durch die City zu bummeln, das macht uns Spaß, haben wir schon gemacht, bevor wir verheiratet waren. Nur Joana war die ganze Zeit am Stöhnen, sie könne nicht mehr, ihre Füße tun weh. “Joana, da musst du durch, Füße tun einer Frau nicht weh beim Shoppen, die ignorieren wir.” Und sie ist nicht schlecht weg gekommen. Während mein Mann und ich zurückhaltend waren, wurde Prinzesschen von uns eingekleidet. Hose, T-Shirt, Strickjacke und ein paar Stiefel. Das brauchte sie. Im Schuhgeschäft dann das Drama. Ich hatte Joana zwei paar sehr schnuckelige Stiefel ausgesucht, entsprachen preislich und optisch meinen Vorstellungen. Dann leider, hatte ich ein paar in der Hand, die eher meinem Geschmack entsprechen, aber nicht wirklich etwas für eine 7-jährige sind. Hohe Stiefel mit etwas Absatz, ich bin der Meinung damit kann sie noch gute 10 Jahre warten. Aber Madame wollte nur noch die. “Joana, die sind nicht aus Leder, Joana, die haben einen Absatz, Joana, die sehen schon zu erwachsen aus.” Eben, deswegen wollte sie sie. Ich ließ sie mehrmals in den von mir ausgewählten Stiefeln hin und her laufen, ihr Kommentar: “Die kann ich nicht nehmen, die drücken.” Interessanterweise drückten ihr Lieblingspaar nicht. Ich war verzweifelt, Vlado grinste, und ich bezahlte sie dann doch.
Heute morgen gab es keine Diskussion beim Wecken: “Joana, guten Morgen, aufstehen, du darfst deine neuen Klamotten anziehen, auch die Stiefel.” Kaum ausgesprochen stand die Süßmaus schon auf und zog sich an. Konnte sie gerade noch davon abhalten, sich mit den Stiefeln an den Frühstückstisch zu setzen.
Diesen Winter müssen wir da durch, nächstes Jahr setz ich mich durch.
hm