Archive für 15.3.2009

Verabschiedung


Eine Teilnehmerin bei der Sendung DSDS will dringend abnehmen. „Ich habe 18 Kilogramm zugenommen, in einem Jahr, die müssen wieder runter.“, gesteht sie, während sie vor laufender Kamera auf die Waage steigt. Ich hab dieses Frauenzimmer schon in mein Herz geschlossen, weil sie so authentisch ist, und so lustig, und weil sie so eine positive, lebensbejahende, mit ihren Umständen zufriedene Person ist. Nicht zu fassen, dass sie erst 16 Jahre alt sein soll. Und dann hab ich gestern doch tatsächlich fast unterm Sofa gelegen. In ihrem Einspieler geht es eben um den Gewichtsverlust. Sie muss trainieren, unterhält sich mit ihrem Coach, und das alles kommt schon sehr locker rüber. Aber dann zum Schluss, da geht sie ganz selbstbewusst in eine Konditorei. Die Bedienung steht vor ihr und fragt, was er für sie tun könne. „Ach.“, sagt die süße Vanessa Neigert. „Ich wollte mich nur noch mal verabschieden, aber vorher mal noch schauen, was sie alles so an Leckereien da haben.“ Und die Kamera zeigt die allerleckersten Torten, und das Wasser läuft einem im Mund zusammen. Vanessa kommt ins Bild und sagt: „Ach, ihr schaut alle ja so lecker aus, aber leider, muss ich jetzt abnehmen, deswegen wollt ich mal eben noch Tschüß sagen.“, dreht sich um und verlässt die Konditorei.

Das ist doch die Lösung. Die Tafel Schokolade liegt vor uns und wir sagen: „Ach, du siehst ja so lecker aus, aber leider muss ich jetzt abnehmen, deswegen verabschiede ich mich mal eben von dir.“

Ich finde für diese Idee hat sie einen Smiley verdient.

hm

Was du heute kannst besorgen….


Ich leide auch dran, an der Volkskrankheit Nr. 1: Aufschieberitis. Normalerweise arbeite ich gerne mit Plänen und Listen, manchmal lebe ich aber auch gerne in den Tag hinein. Und da ich nicht so gerne putze, muss ich immer die Gunst der Stunde meiner Befindlichkeit nutzen, wenn ich voller Elan bin. Dann nämlich fliegen zu Hause die Fetzen. Dann schaffe ich in 4 Stunden an einem Samstag mehr, als ich die ganze Woche erledigen könnte. Dann wirbel ich so durchs Haus, als wäre ich meine eigene Putzfrau. Das geht nun schon zwei Samstage hintereinander so. Muss auch, denn die nächsten drei Wochenenden bin ich beruflich unterwegs. Was dabei allerdings liegen bleibt: Schriftkram, in diesem Fall doch ziemlich wichtige Dinge. Den Newsletter wollte ich diese Woche eigentlich schon Samstag fertig haben, bis morgen muss ich ein paar Fragen für ein Interview beantwortet haben. Und am Samstag habe ich für meine Ausbildung zur Entspannungspädagogin praktische Prüfung. Das bedeutet, selbstständig mein Thema ausarbeiten, ein Skript herstellen und mich vorbereiten. Eigentlich wollte ich bis heute alles fertig haben. Blöderweise bin ich allerdings morgens am kreativsten. Da ich gleich erst einmal in den Gottesdienst gehe, bin ich gespannt, wann ich mich dazu herablasse, den Rest zu erledigen.

hm

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