die Wirtschaft ankurbeln


Das mit dem heißen Topf und meiner Wäsche funktioniert nicht wirklich. Also sitze ich seit Tagen über dem World Wide Web und suche nach einem geeigneten Nachfolger meiner Dampfstation. Vorher ein kurzer Besuch bei Aldi und Lidl, hätte sein können, dass es gerade eine gibt. Vergebens. Und da ich nie mal eben schnell irgendwas kaufe (außer bei besagten Discountern), muss ich mir vorher mindestens 75 Testberichte reinziehen. Ganz zufällig wurden Bügeleisen und Stationen bei Stiftung Warentest im Januar getestet. War schon dabei  einen Schritt zurückzugehen, und mir ein klassisches Dampfbügeleisen zuzulegen, da hält mich mein Mann gerade noch zurück um auf den Knopf „bestellen“ zu drücken.

„Du kaufst dir jetzt ein Dampfbügeleisen, und in spätestens 1 ½ Monaten jammerst du mir die Ohren voll, dass das Ding bei niedrigen Temperaturen tropft, du alle 10 Minuten Wasser nachfüllen musst, dass es viel zu schwer ist, und überhaupt, die Dampfkraft nicht so stark. Und dann findest du 1000 Argumente, warum du dir nun doch die Dampfstation kaufen möchtest. Es ist billiger, du kaufst sie dir gleich, dann ist das Geld fürs Bügeleisen gespart.“

Wie gut mein Mann mich doch kennt, aber zwei Tage hat es doch nun gedauert, bis ich meine Entscheidung getroffen habe. Und nun kann ich es kaum abwarten, bis der Paketdienst klingelt und ich endlich anfangen kann die Wäscheberge  wegzuschaffen. Wie man sich doch aufs Bügeln freuen kann.

In den meisten Dingen ganz fortschrittlich, die Wirtschaft ankurbelnd, gehe ich doch in manchen anderen Dingen zwei Schritte zurück. So habe ich doch tatsächlich, meinen seit über 10 Jahren bestehenden Handyvertrag gekündigt, weil ich super ungerne per Handy telefoniere und es hasse SMS zu verschicken. Für den Notfall werde ich mir eine Prepaid-Karte zulegen, das reicht. Aber ich musste heute Morgen schmunzeln, als ich Beates neusten Blog-Eintrag lese. Ganz fortschrittlich, die Wirtschaft ankurbelnd hat sie jetzt ein I-Phone.

hm

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