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10.4.2009 von Heike - www.frausein.de.
Für die Christenheit ist es der bedeutendste Tag. Karfreitag, der Tag der Kreuzigung Jesu Christi. Für die meisten nur ein Feiertag im Sinne von „nicht arbeiten müssen“. Auch wir genießen als Familie seit Monaten mal einen Tag, an dem wir alle zu Hause sind, an dem keiner arbeiten muss. Nach einer Gebets- und Lobpreisnacht gestern fiel der Gottesdienst heute aus. In einem Gespräch, das wir diese Woche hatten blieb mir eine Aussage meines Mannes im Herzen. Wir mühen uns um viele Dinge im Leben, möchten gerne Ordnung und Strukturen, Gerechtigkeit und Klarheit. Wir leben nach Prinzipien, stecken uns Ziele und planen unsere Zeit. Aber haben wir in unserer ganzen Lebenshektik noch die Wahrnehmung der Liebe Gottes in uns? Spüren wir noch den Kuss des Vaters in unserem Herzen?
Das ist es, was mich vor 24 Jahren zu Gott gezogen hat, an einem Karfreitag. All mein Stolz, meine Arroganz, mein Ego, meine selbst gebaute Welt, in der ich gefangen war, zerbrachen in einem Augenblick. Genau in dem Moment, in dem Gott mich in mein Herz küsste. Eine tiefe Berührung Gottes treibt mir die Tränen in die Augen, nicht vor Schmerz, nicht vor Glück, sondern vor Ergriffenheit. Und so sitze ich hier heute an Karfreitag mit Tränen in den Augen, vor Ergriffenheit, weil ich an einen Gott denke, der seinen Sohn gegeben hat, am Kreuz zu sterben, damit ich leben darf. Jesus war ohne Schuld, und hat es dennoch auf sich genommen, aus Liebe zu den Menschen. Und ich darf dazu gehören. Ich bin für vieles in meinem Leben dankbar. Ich bin dankbar, dass ich gesund bin, eine gute Ehe führe, dass ich vier gesunde Kinder habe, ein schönes Zuhause, eine Gemeinde, in der ich mich wohl fühlen darf, einen Job, der mir Spaß macht, ich könnte so vieles aufzählen. Aber die größte Dankbarkeit im Herzen habe ich, dass Jesus für meine Sünden am Kreuz gestorben ist, und dass ich das glauben kann. Es ist wie ein Kuss, mitten ins Herz hinein. Eine größere Liebe gibt es nicht.
hm
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