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5.6.2009 von Heike - www.frausein.de.
Fast zwei Jahre sind es jetzt her. Mit einer Handvoll Glaubensgeschwistern haben wir im August 2007 beschlossen eine Pfingstgemeinde zu gründen. Angefangen hat das ganze in einem Hauskreis, der sich einmal in der Woche getroffen hatte, irgendwann wurden wir gefragt, ob man sich bei uns treffen kann. Jeden Donnerstag haben wir uns zum Beten, Singen und Erzählen getroffen. Dann erweiterten wir unsere Treffen auf sonntags und luden alle Geschwister zu uns nach Hause zum Hausgottesdienst ein. In unserem recht großen Wohnzimmer hatten bis zu 30 Personen Woche für Woche Platz. Von 10.00Uhr bis 13.00 Uhr wurden unsere Straße und unser Hof komplett mit Autos blockiert, die Nachbarn reckten sich die Hälse aus, was denn da in unserem Wohnzimmer vor sich geht. Nichts Besonderes, nur eben ein Gottesdienst. Es gab eine Einleitung, Lobpreis, Gebet und eine Predigt. Und hinterher wollte niemand nach Hause, also war es für mich selbstverständlich, für alle Kaffee zu kochen. Jede Woche brachte irgendwer Kuchen mit, und so hatten wir viel Gemeinschaft miteinander. Wir waren eine gemütliche Gemeinde, jeder mit seinen Gaben und Talenten hat sich eingebracht.
Doch war uns eins klar: Wir werden nicht immer eine Wohnzimmergemeinde bleiben. Bald entstand der Wunsch nach eigenen Gemeinderäumlichkeiten. Jede Gemeinde braucht dann doch irgendwie und irgendwann ihre Kirche. Als Standort wählten wir Renchen, es lag vom Einzugsgebiet unsere Geschwister ziemlich zentral. Nach einiger Sucherei fanden wir bald ein paar geeignete Räume, die allerdings sehr, sehr renovierungsbedürftig waren.
Mit meiner Gabe, eine Baustelle schon als fertig renoviert und eingerichtet zu sehen, war mir klar: „Das wird wunderschön und ist genau für uns passend.“
Was ich allerdings heute empfunden habe, nachdem wir alles fertig hatten, übertraf all meine Vorstellungskraft. In kürzester Zeit haben wir aus diesen Räumen einen Gottesdienstsaal mit Küche, Aufenthaltsraum und Kinderraum gestaltet. Es gab so viele fleißige Helfer, so viel Unterstützung. Mit so viel Liebe und Hingabe wurde gerade in den letzten Wochen die ganzen letzten Arbeiten erledigt. Und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen.
Heute wollten wir uns um 18.00 Uhr zum Putzen treffen und um alle restlichen Arbeiten zu erledigen. Vlado und ich kamen erst um 19.00 Uhr, da mein Mann noch arbeiten musste, und da wirbelten tatsächlich alle herum, jeder mit Lappen, Staubsauger oder Schraubenzieher bewaffnet. Ich war darauf vorbereitet nicht vor Mitternacht zu Hause zu sein. Aber nachdem dann um 20.00 Uhr die ersten schon nicht mehr wussten was sie tun sollen, hatten wir als Lobpreisteam sogar noch genügend Zeit für unsere Probe.
Um 21.30 Uhr waren dann alle gegangen nur mein Mann und ich, wir standen mit etwas trockener Kehle in „unserer Gemeinde“ und stellten fest: „Wir sind noch immer Wohnzimmergemeinde.“ Denn auch wenn im Gottesdienstraum 60 rote Stühle auf blauem Teppichboden stehen, rund um uns herum strahlen diese Räume nur Gemütlichkeit aus, eben wie in einem Wohnzimmer. Fehlt nur noch, dass die Gottesdienstbesucher Hausschuhe anziehen.
hm
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