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15.9.2009 von Heike - www.frausein.de.
Ich weiß nicht wie sie geschrieben werden, aber wie man sie macht. Vor 22 Jahren waren wir eingeladen bei einer Tante von Vlado in Jugoslawien. „Gombozza“ nannte sie die mit Pflaumen gefüllten Knödel. Und sie waren so lecker, mir allerdings völlig unbekannt, dass ich bei einem zweiten Besuch genau gezeigt bekam, wie man sie macht. Und seitdem gibt es sie einmal im Jahr zur Zwetschgenernte. Öfters geht auf keinen Fall. Erstens haben sie so viele Points, dass ich das Zählen vergesse, zweitens macht es so viel Dreck in der Küche und eine Menge Arbeit.
Gestern fragte Jonathan: „Oh Mama, wann machst du denn mal wieder Gombozza?“
„Mhm, gerade heute “, denke ich. Schwiegermutter wird heute aus dem Krankenhaus entlassen. Ein jugoslawisches Gericht gerade dann zu machen, wenn sie da ist? Ob das so klug ist?
Aber was soll’s. Eigentlich bekomme ich sie immer ziemlich gut hin. Meine Familie auf jeden Fall mag sie. Also wagte ich mich heute Mittag aus 2 kg Kartoffeln die Knödel herzustellen.
Für meine Teilnehmer nicht wirklich nachahmenswert, aber sooooooooooo lecker:
Kartoffeln ganz weich kochen, durch eine Kartoffelpresse geben. Eine Prise Salz und 1 Ei dazugeben. Mit soviel Mehl verkneten, dass ein weicher Teig entsteht. Konsistenz ähnlich eines Hefeteigs. Knödel formen, in die jeweils eine entkernte Zwetschge eingelegt wird. In kochendem Salzwasser ca. 20 Minuten ziehen lassen.
In der Zwischenzeit aus Butter und Paniermehl in der Pfanne Brösel herstellen, Wenn sie fertig sind Zucker dazugeben und verrühren. Die fertig gegarten Knödel sofort in den Bröseln wenden. Mit Schmand genießen und nicht an die Points denken.
Wir sitzen alle am Tisch. Alle sind begeistert. Schwiegermutter sitzt da vor ihrem leeren Teller. „Ich habe gerade schon im Krankenhaus gegessen, ich bin satt.“ Aber dann siegt die Neugierde, oder der Appetit.
Sie ist, schaut mich an: „Die hast du ja super hinbekommen. Ich hab sie hier in Deutschland erst einmal gemacht, und da sind sie nichts geworden. Erklär mir doch mal, wie du sie machst.“
Daraufhin musste ich gleich noch einen Knödel essen.
hm
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