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9.12.2009 von Heike - www.frausein.de.
Es ist ja nicht so, als hätte ich nichts erlebt.
Freitagnachmittag hatte ich so eine Art Casting. Auf meine Anzeige, ich suche ein Haushaltshilfe hatten sich mehrere Interessenten gemeldet, ich hatte nun die Qual der Wahl. Von 15.30 Uhr bis 18.45 Uhr gaben sich die Damen die Türklinke in die Hand. Nachdem ich dann zwei von ihnen in die engere Wahl gezogen hatte, viel mir die Entscheidung schon nicht ganz so leicht.
Aber nachdem meine „Perle“ gestern durchs Haus gefegt ist, wusste ich: „Ich hab die richtige Wahl getroffen.“ Ich hab genug schöne Klamotten im Schrank und auch an Schuhen mangelt es mir nicht. Den Beweis hatte ich gestern. Nachdem ich Vlado in den Teeladen gebracht hatte, blinzelte ich aufs gegenüberliegende Schuhgeschäft. Ich stöbere schon immer gerne mal bei den Angeboten und finde meistens auch etwas. Aber für kein paar Schuhe auf der Welt möchte ich O. mehr missen. Sie schenkt mir Zeit, was brauche ich da Schuhe? (sprach Heike Malisic und die Welt kann es nicht glauben) Und gäbe es nur noch Wasser und Brot (ok noch 5 x Obst und Gemüse) aber O. bleibt.
Problem Nr. 1 = gelöst
Samstag: Die bestellten Sockenklammern kamen mit der Post. Jeder bekam 20 Stück in 6 unterschiedlichen Farben. „Ab jetzt werden ausgezogene Socken an diese Klammer befestigt und erst dann in die Wäsche gegeben. Jeder hat seine eigene Farbe. Und wer zukünftig frische Socken möchte, darf nur seine Farbe nehmen.“ Meine Kinder belächelten das Ganze. Erst als der Papa sich auf den Boden setzte um „seine“ Socken zu suchen, überlegten sie sich die Sache. Man kann nicht wirklich identifizieren, wem welche Socken gehören, da fast alle schwarz sind. Keiner wollte den „Rest“ haben. Denn sitzt die Klammer erst einmal am Strumpf, gehen die Besitzrechte auf denjenigen, dem diese Farbe gehört über, für ewig. Und so konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen, als meine ganze liebe Familie im Kreise Socken sortierte.
Problem 2 = gelöst
Später hatten wir einen Fototermin. Meine Mitarbeiterin ist Fotografin und bot uns an, Familienfotos zu schießen. Also, Sofa vorgerückt, alle recht freundlich………
Sonntag hatten wir einen richtig schönen „Familyday“
Montag: Alles musste für die neue Haushaltshilfe vorbereitet werden. Putzwagen geschrubbt, Microfasertücher sortiert, aufgeräumt, Kindern Anweisung gegeben: „Wenn der Boden in euren Zimmern frei ist, dann saugt und wischt sie bei euch……wenn nicht, schließt sie hinter sich wieder die Tür, dann müsst ihr selbst saugen. SIE RÄUMT NICHT AUF!!!“
Dienstag: Mit völliger Ruhe und Gelassenheit drei Stunden die Weight Watchers Treffen vorbereitet während O. den Hausputz übernimmt. Joana kommt nach Hause, sieht ihr Zimmer und strahlt: „Sie räumt ja doch auf!!!“
hm
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