„Genieß die Zeit, solange die Kinder noch zu Hause sind.“, rät meine Mutter mir am Telefon, nachdem ich ihr von unserem schönen Heiligabend erzählt habe. Etwas Wehmut liegt in ihrer Stimme. Ich kann’s verstehen. Sind die Kinder erst einmal aus dem Haus, dann werden die Weihnachtsfeste schon anders. 700 km liegen zwischen uns, da fährt man nicht mit vier Kindern mal eben zum Weihnachtsessen vorbei.
Obwohl…….mein Traum wäre ja, dass sich Weihnachten die Familie jedes Jahr bei uns trifft. An unserem großen Tisch, in unserem großen Esszimmer. Mir wäre das nicht zu viel. Ich würde gerne für alle kochen, für meine Söhne, Tochter, Schwiegertöchter und Schwiegersohn mit all den vielen Enkelkinder. Was wäre das für ein Trubel, so ein bisschen wie in amerikanischen Filmen. Und Opa Vlado und Oma Heike, säßen an den Tischenden, schauen sich an und freuen sich, über die Familie. Es wäre jedes Jahr „das“ Familienereignis.
Aber wer weiß schon, wie sich die Dinge entwickeln. Vielleicht heiraten sie nicht. Vielleicht leben sie in einem anderen Land, oder ich bekomme Schwiegertöchter, die nicht bei uns feiern wollen. Vielleicht wohnen wir später in einer kleinen Zweizimmerwohnung, oder in einer Seniorenwohnanlage und die ganze Familie hat gar keinen Platz bei uns.
Na was machen wir dann an Weihnachten? Dann genießen wir die Zweisamkeit, freuen uns aneinander, schenken uns etwas, unterm Tannenbaum, wissen dass das größte Geschenk uns Jesus gab, erinnern uns an die Zeit, wo die Kinder noch zu Hause waren. Und wenn wir dann mit den Kindern telefonieren, dann raten wir Ihnen: „Genießt die Zeit noch, solange die Kinder zu Hause sind.“
Ja Mama, tun wir.
hm