Archive für 12.2.2010

Horrorgerichte


Ich musste schmunzeln, als ich heute den blog meiner Kollegin Rita las. Sie schreibt von traditionellen Gerichten, die sie als Kind nicht mochte. Und sie berichtet, dass sie von ihrer Mutter immer eine Extrawurst bekam, heute allerdings die verschmähte Kost von damals sehr gerne mag.

Ich erinnere mich sofort an meine Kindheit, an all das, was ich kaum den Hals runter bekam. Ich war schon immer sehr wählerisch, was das Essen angeht. Was aber überhaupt nicht ging:

Himmel und Erde (Kartoffelpürree mit Apfelmus vermengt, dazu gebratene Blutwurst, mich schüttelt es heute noch)

Rahmspinat

Senfsoße mit Ei

Fruchtjoghurt

Rübenkraut

Und trotz meiner kläglichen Versuche, mich zu weigern diese Sachen zu essen, ich musste. Meine Eltern hatten kein Erbarmen. Außer Fruchtjoghurt wissen meine Kinder überhaupt nicht, wie o. g. Gerichte schmecken. Bis heute noch würde ich davon keinen Bissen runter bekommen.

Dafür wissen meine Kinder wie Zucchini schmecken, gefüllte Paprikaschoten, gekochte Möhren, und noch manches andere, was auch nicht zu ihren Lieblingsgerichten gehört. Ja ja, es ist schon nicht leicht Kind zu sein, aber wie cool, wenn man dann als Erwachsener selbst bestimmen darf was einem schmeckt.

Und wer weiß, vielleicht gibt es bei meinen Kindern später einmal auch Rahmspinat oder Himmel und Erde. Mir egal, Hauptsache, sie laden mich dann nicht zum Essen ein.

hm

Eheurlaub


Seit fast 23 Jahren sind wir jetzt verheiratet, seit über 19 Jahren Eltern. Urlaub war uns schon immer wichtig. Jeden Sommer hieß es für uns: „Ab in den Süden.“. Den Alltag hinter sich lassen, die Seele baumeln und den Körper auftanken lassen. Zeit mit der Familie zu verbringen, das tat uns immer schon gut. Und ab und an, haben auch Vlado und ich mal einzeln eine Konferenz besucht, mal ein bisschen etwas für uns getan. Meist aber einzeln. Vor 13 Jahren dann hatten wir uns entschlossen einmal im Jahr für ein paar Tage ohne Kinder wegzufahren, Eheurlaub zu genießen. Zweimal haben wir das geschafft, dann ist Julian gestorben. Und dann konnten wir emotional die Kinder einfach nicht mehr alleine lassen. Hatten auch kein Bedürfnis danach.

10 Jahre sind mittlerweile vergangen. Und dieses Wochenende bot sich für uns jetzt an. Bei Vorwerk habe ich mich für eine Jahresauftaktveranstaltung qualifiziert, mit Ehemann. Und so fliegen wir mit zwei Kolleginnen und deren Anhang am Samstag für drei Tage nach Berlin. Haben einfach noch eine Nacht dazu gebucht, verbringen die Zeit im Estrell-Hotel, genießen den Galaabend, besuchen am Sonntag die komische Oper und lauschen „La Traviata“, genießen am Montag einen Stadtbummel und sind abends wieder zu Hause.

Die Kinder sind versorgt, und so gaaaaaaaaaaaanz langsam………freue ich mich auch……..

Ich denke, es wird besser, als ich das jetzt annehme.

hm

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