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31.8.2010 von Heike - www.frausein.de.
Wenn ich mein Leben
noch einmal leben könnte, im nächsten Leben,
würde ich versuchen, mehr Fehler zu machen.
Ich würde nicht so perfekt sein wollen, ich würde mich mehr entspannen.
Ich wäre ein bisschen verrückter als ich gewesen bin,
ich würde viel weniger Dinge so ernst nehmen.
Ich würde nicht so gesund leben.
Ich würde mehr riskieren, würde mehr reisen,
Sonnenuntergänge betrachten,
mehr bergsteigen, mehr in Flüssen schwimmen.
Ich war einer dieser klugen Menschen,
die jede Minute ihres Lebens fruchtbar verbrachten;
freilich hatte ich auch Momente der Freude,
aber wenn ich noch einmal anfangen könnte,
würde ich versuchen, nur mehr gute Augenblicke zu haben.
Falls Du es noch nicht weißt,
aus diesen besteht nämlich das Leben;
nur aus Augenblicken, vergiss nicht den jetzigen!
Wenn ich noch einmal leben könnte,
würde ich von Frühlingsbeginn an bis in den Spätherbst hinein barfuß gehen.
Und ich würde mehr mit Kindern spielen,
wenn ich das Leben noch vor mir hätte.
Aber sehen Sie… ich bin 85 Jahre alt und weiß,
dass ich bald sterben werde.
Nadine Stair
hm
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27.8.2010 von Heike - www.frausein.de.
„Mal gut, dass die Kinder einen Vater haben.“ Vlado setzt sich zu mir auf die Terrasse, nachdem er an Manuels Auto das Licht repariert hat. Mein Mann, der Alleskönner. Es gibt fast nichts, was er nicht reparieren kann.
Ich: „Woher sollen die Kinder das auch können, du wirst ihnen das schon erklären müssen.“
Er: „Ist doch einfach, man macht das Auto auf, schaut sich den Sicherungskasten an und dann findet man den Fehler schon. Mir hat das auch niemand erklärt.“
Ich: „DU findest den Fehler ja auch schon. Aber du kannst von dir nicht auf andere schließen. Hat ja nicht jeder dein handwerkliches Talent. Ich weiß gerade mal, wie man die Haube des Autos öffnet und wüsste mir auch nicht zu helfen.“
Er: „DU musst das auch nicht wissen. DU musst nur schön sein. Reicht ja, wenn du an der Tankstelle jemanden angrinst und um Hilfe bittest.“
So was, und ich bin nicht mal mehr blond.
hm
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25.8.2010 von Heike - www.frausein.de.
Etwas dümmlich glotzte er mich gestern schon an, unser Postbote. Wer um 12.00 Uhr momentan bei uns klingelt, der braucht sich nicht zu wundern, dass ich noch im Schlafanzug rumrenne. Nicht, dass ich sehr lange schlafen könnte, dafür habe ich zu viel zu tun. Aber erst einmal den Rechner hochgefahren und am Schreiben, kann ich mich kaum dazu aufraffen mich anzuziehen. Ich stehe höchstens mal auf, um mir eine weitere Tasse Kaffee zuzubereiten. Autoren bei der Arbeit müssen sich nicht anziehen und stylen. Sie dürfen im Schlafanzug, in lässigen Jogginghosen an ihren Notebooks sitzen, ab und zu mal mit der Lektorin telefonieren und ihre Kreativität auf die Tasten hämmern.
hm
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23.8.2010 von Heike - www.frausein.de.
Normalerweise brauche ich immer ein paar Tage um wieder anzukommen. Brauche eine Weile, um die Wehmut abzuschütteln, dass der Urlaub, die Zeit auf Sardinien wieder vorbei ist. Sardinien ist ja viel mehr für uns als nur Urlaub. Sardinien ist zur zweiten Heimat geworden. Dort bedeutet ankommen und sein auch immer ein stückweit zu Hause sein. Dort haben die Erinnerungen an Julian viel stärkeren Zugang zu meinem Inneren, dort laufen die Zeit, die Gedanken und das Tun in anderen Bahnen. Es war dieses Jahr ein wenig anders, merkwürdig, nicht schlecht, aber dennoch anders. Und ich stelle fest, dass ich nicht mal einen Tag brauchte, um wieder voll und ganz hier zu sein.
Und obwohl ich ziemlich viel zu tun habe, obwohl das für mich momentan sogar bedeutet, sonntags zu arbeiten fühle ich mich ziemlich gut. Denn eins ist mal sicher. Ich fahre gerne in den Urlaub, ich genieße die ruhige Zeit, das süße Nichtstun, die intensive Zeit mit der Familie sowie die Sonne. Aber ich bin genauso gerne zu Hause. Ich arbeite nämlich gerne.
hm
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20.8.2010 von Heike - www.frausein.de.
„Bringt etwas Sonne mit.“, bekam ich per SMS die Anweisung einer Freundin.
Das Wetter der letzten drei Wochen auf Sardinien war mittelmäßig. Die gewohnten mindestens 33 Grad C° ließen auf sich warten, davon haben wir leider in diesem Jahr nichts abbekommen. Und wer mich kennt weiß, dass erst ab diesen Temperaturen für mich Sommer ist. Mehrere Tage war es sogar bewölkt und wir waren eher selten am Strand. Ganze zweimal hab ich mich hinreißen lassen um wenigstens ein bisschen Salzwasser auf meiner Haut zu spüren. Kurz rein und wieder raus, mehr war dieses Jahr nicht drin. Die Wassertemperatur ließ nichts anderes zu. Nun ja, auch solche Urlaube vergehen. Genügend Lesestoff, die Zeit mit der Familie, ausschlafen, rumgammeln, die Köstlichkeiten der Insel (3 kg mehr auf der Waage so ganz ohne Bewegung) haben sich dennoch angefühlt wie Urlaub. Und auch wenn ich den Kopf mit Arbeit und Entscheidungen voll hatte, auch wenn ich an meinem neuen Projekt schreiben musste, es war dennoch schön.
Noch mehr Arbeit wartet hier auf mich, aber zumindest haben wir mehr Sonne mitgebracht als wir hatten, und so schreibe ich auf der Terrasse.
Ist das nichts??? Das ist doch was!!!
hm
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19.8.2010 von Heike - www.frausein.de.
Da ist immer einiges los bei uns im Auto. Wenn wir zu sechst ein so lange Strecke unterwegs sind. Gestern sehr früh haben wir um 17.30 Uhr unser Ferienhaus etwas wehmütig verlassen. Begonnen wird die lange Reise IMMER mit einem Gebet. Das spricht der älteste Sohn im Auto, meistens eben Manuel. Danach hängt entweder jeder seinen Urlaubserinnerungen nach, es wird schon geschlafen oder erzählt. Und ganz oft vertreiben wir uns die Langeweile mit Ratespielen. Stadt, Land, Fluss war dieses Jahr gefragt, auf der Fahrt haben wir das noch etwas abgewandelt. Wer findet am Schnellsten zu einem bestimmten Buchstaben eine Stadt, ein Land, einen Beruf, eine Marke, einen Film……
Irgendwann waren wir bei Gerichten.
L : Lasagne
G: Gemüseauflauf
V……………keinem fällt ganz schnell etwas ein, plötzlich Jonathan: „Vogel“
Ich: „Das ist doch kein Gericht.“
Jonathan: „Doch Vogel mit lecker Kartoffel.“
Gäbe es einen Tisch im Auto, wir hätten alle vor Lachen drunter gelegen.
Heute, nachdem das Auto ausgepackt war, Vlado und ich ein paar Lebensmittel eingekauft hatten und das Essen fertig war, rief ich die Kinder zum Essen:
„Kommt ihr essen, es gibt Vogel mit lecker Kartoffeln.“ So heißt ab jetzt unsere Hähnchen-Kartoffel-Pfanne.
hm
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