Archive für 15.1.2012

Glücklich bin ich….

wenn ich staufrei nach knapp 400 km Fahrt zu Hause ankomme.

wenn ich mit der Süßmaus einen gemütlichen Fernsehnachmittag verbringe (weil mein Mann so nett war, und die Sendung, die wir Freitag nicht gucken konnten aufgenommen hat)

wenn ich Sonntagmorgen in unserer Gemeinde bin.

wenn mir Menschen sagen, dass sie mich mögen, obwohl sie mich gut kennen.

wenn S. behauptet, ich hätte abgenommen.

wenn im Winter die Sonne scheint und ich mit der Süßmaus spazieren gehe.

wenn nachmittags spontan Besuch kommt und noch Kuchen mitbringt.

wenn meine Jungs nach einem Ausflug auf den Feldberg vom Snowboarden heile wieder nach Hause kommen.

wenn ich abends nicht noch mal an den Rechner muss, weil der gerade formatiert wird und ich ohne Daten eh nix machen kann.

wenn mir bewusst wird, dass ich glücklich sein kann.

hm

Erinnerungen

Mein Herz schlägt jedesmal etwas höher, wenn ich durch diese mir vertraute, und dennoch unbekannte Stadt fahre. Gemischte Gefühle schleichen sich in mein Gedächtnis. Erinnerungen an eine Kindheit, die mit Minderwertigkeit und Unsicherheit behaftet sind, kombiniert mit der selbstbewussten Haltung einer erwachsenen Frau, der nur ganz vage die Geschehnisse vergangener Jahre noch im Kopf sind.

Vieles kommt mir noch sehr bekannt vor, noch mehr hat sich verändert. Der Dom steht noch da, wo er stehen sollte, das Römisch- Germanische- Museum und Kaufhof auch. Wir schlendern durch die Hohe Straße und die Schildergasse, und so viel hat sich verändert. Aber selbst das was geblieben ist, sieht mit 45 anders aus als mit 15.

Ein erfolgreicher Stadtbummel, und dann zeig ich der Süßmaus noch wo ich gewohnt habe. Aber selbst dort ist alles anders. Das Haus steht noch, direkt an einer Kreuzung mit Hauptverkehrsstraße und Straßenbahnhaltestelle, nur die Geschäfte rundherum haben sich alle verändert. Alles ist groß und laut, hell und bunt.

Und obwohl ich jetzt in einem 900-Seelen-Kaff sehr gerne wohne, in dem es nur auf einer Straßenseite Bürgersteige gibt, man nachts mit Taschenlampen unterwegs sein muss, weil die Straßenlaternen nicht überall leuchten, der Bus nur stündlich fährt, und das auch nur bis 16.00 Uhr, und man selbst mit dem Fahrrad aufgrund der Steigung kaum von der Stelle kommt, muss ich zugeben:« So eine Großstadt hat für mich ihren Reiz keinesfalls verloren!«

Und wenn ich mir aussuchen könnte, wo ich später mal leben möchte, gäbe es zwei Möglichkeiten.

1. Haus am See (allerdings nur mit einem Gärtner)

2. Eine große Wohnung mitten in einer Großstadt, mit großer Dachterrasse (da könnt ich dann auch auf den Gärtner verzichten)

hm

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