Archive für 20.1.2012

Von der Erfahrung in Panik zu geraten

Damit hatte ich natürlich gerechnet, dass es dann so schlimm wird, das hab ich nicht geahnt. Heute Mittag erst rief ich in der Buchhandlung in Nagold an, um mich zu vergewissern, ob dort Schnee liegt. „Alles frei bei uns.“, meinte die nette Mitarbeiterin. Nur der Wetterbericht, der kündigte den Schnee ab spätem Nachmittag an. Also plante ich eine Stunde mehr ein, fuhr sehr rechtzeitig los, um pünktlich zu meiner Buchpräsentation zu kommen.
Aber alles was dann kam, war nur ein Albtraum.
Wenn kurz hinter Oppenau der Regen zu Schnee wird, wenn die Straßen immer dichter werden, dann denkst du noch: „Ok, gut dass ich so früh losgefahren bin.“ Wenn dir dann allerdings 3 km vor der Schwarzwaldhochstraße die Reifen so durchdrehen, dass du den Berg kaum noch hochkommst, dann kommst du schon ins Zweifeln. Dann überlegst du, was für Möglichkeiten du hast. Enge Straße, alles voller Schnee, und ich so leicht in Panik. Irgendwann ging dann gar nichts mehr, selbst im 1. Gang. Dann bleibt dir nichts anderes übrig, als auf so ner engen Straße zu wenden, mit Warnblinkanlage. Dann hoffst du, dass gerade kein Auto kommt, und wenn möglich schon gar keine LKW.
Kurzer Anruf in der Buchhandlung, das Netz brach ab, und dann war’s um meine Fassung bestellt. Ich wusste gar nicht wo das Zittern herkommt, anscheinend die blanke Panik, die in mir hochstieg. Fahren ging gar nicht mehr. Sobald das Auto in Richtung bergab stand, rutschte es nur noch quer über die Straße. Mit dem Fuß auf der Bremse und angezogener Handbremse hab ich irgendwie versucht mein Auto auf der Straße zu halten immer die Abgründe links und rechts neben mir im Blick, na ja, wirklich gesehen hab ich sie nicht, ich weiß nur dass sie da sind.
Und obwohl ich sonst mehr Kühnheit besitze, konnte ich während mir die Tränen das Gesicht runter liefen nur noch beten: „Lieber Gott, bitte lass mich heile hier runter kommen.“
Hört sich super dramatisch an, war’s auch. Ich dachte echt, ich sterbe hier. Und da war mir irgendwie klar, dass ich, obwohl ich weiß wo ich hingehe, trotzdem noch ein bisschen weiter leben möchte.
Bin gut zu Hause angekommen, Albtraum vorbei.
Und jetzt die gute Nachricht. So leid es mir tut, heute Abend Lebe leichter nicht in Nagold vorstellen zu können, umso mehr freue ich mich, dass S. dort ist. Sie ist ausgebildeter Lebe- leichter- Coach und wird heute meinen Job übernehmen. Und soweit ich weiß, sind es über 50 Anmeldungen.
Und ich bin mir sehr sicher, dass sie es gut machen wird. Und alle diejenigen, die begeistert sind, dürfen sich dann für ihren Kurs anmelden: hier
In Gedanken bin ich jetzt bei euch und drück euch alle feste.
hm

Normale Menschen

Eingeladen war ich auch, nur mitgehen konnte ich leider nicht. Da hat ein junges Mädel aus unserer Gemeinde eine Privatkinovorführung für 50 Personen gewonnen. Während sich meine Jungs fertig machen, musste ich etwas wehmütig zu Hause bleiben. Die Vorstellung lief genau zur Zeit meines Lebe- leichter- Kurs. Da ist war nix zu machen.

Geteilt waren die Meinungen über den Film. Jonathan meinte: „Naja, wir werden sehen, ich mag deutsche Filme nicht so gerne.“

Ich: „Ja stimmt ich auch nicht, aber manche sind echt lustig.“

Er: „Das Problem bei den deutschen Filmen ist, das sind keine Schauspieler, nur normale Menschen, die aufgenommen werden.“

hm

Na und?

Es gibt solche Tage. Da stehen 100 Kleinigkeiten auf deiner To- do- Liste. Und dann kommen noch 100 andere Kleinigkeiten dazu. Dann verzettelst du dich kurz am Rechner, checkst zwischendurch deine Mails im I-Phone, kümmerst dich um die Kinder, fährst hier hin und dort hin, bist immer auf dem Sprung, machst alles und doch nichts, verrennst dich im Tag, nichts läuft so, wie du es geplant hattest. Und dann ist dein Tag vorbei, du bist frustriert weil du eigentlich so gar nicht weißt, was du heute überhaupt getan hast. Du wolltest so viel und hast nichts.

Jetzt sag ich dir mal was.

Na und?

Muss denn jeder Tag so perfekt geplant sein? Bei aller Zielorientierung muss es doch auch möglich sein, mal einen Tag einfach so verpuffen zu lassen, ohne das er tatsächlich so produktiv war. Und das Letzte, was wir eben genau an solch einem Tag brauchen ist der Gedanke: „Ich kriegs nicht auf die Reihe….“

Kriegst du doch, wenn nicht heute, dann morgen. So sehr ich diesen Spruch meiner Oma noch im Ohr habe, und so sehr er auch in vielen Situationen wahr ist, so sehr finde ich auch, man könnte ihn ab und zu mal verändern. Nicht immer, aber immer mal wieder.

„Was du heute kannst besorgen, dass verschieb ruhig auch mal auf übermorgen.“

Davon geht die Welt nicht unter, und ich lieb dich trotzdem.

hm

Unterwegs

Mein Terminplaner hatte es mir schon angekündigt, doch dann sind die Termine immer schneller da, als man ahnt. Für die nächsten drei Monate bin ich einfach immer mal wieder weg. Buchvorstellungen, Vorträge, Lesungen, alles was irgendwie zu meinem Job dazugehört. Und falls du in der Nähe wohnst, kannst du ja gerne mal vorbei schauen.

In Nagold, Gießen, Frankfurt, Mannheim, Hemsbach, Freiburg, Meßstetten, Kassel, Güglingen oder Willingen irgendwann zwischen Januar und April.

Alle Infos: hier
hm

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